Freiburg Quiz

Termine | Archiv

Fr | 20. März 2026
- Do | 31. Dezember 2026 | 18 Uhr | Rathaus/Schloss Ebringen
Das alamannische Gräberfeld von Ebringen
Eröffnung der Dauerausstellung zum 200-jährigen Jubiläum der Ausgrabungen von Heinrich Schreiber auf dem „Scharretenacker“ bei Ebringen

Die Ausgrabung des Gräberfeldes von Ebringen gilt in der archäologischen Forschungsgeschichte des Oberrheingebietes als Ausgangspunkt für die Altertumskunde. In den Jahren 1825 und 1826 machte der Freiburger Historiker Heinrich Schreiber die ersten systematischen Ausgrabungen und fand 122 Steinkistengräber aus dem 6. und 7. Jahrhundert n. Chr. Aus Anlass des 200-jährigen Jubiläums dieser wissenschaftlichen Pionierleistung zeigt die Gemeinde Ebringen in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege die wertvollsten Funde aus der Grabungskampagne des 19. Jahrhunderts als auch jener von 1991 in einer Ausstellung.

Teilnahme frei! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Öffnungszeiten der Dauerausstellung: Mo, Mi, Do, 8-12 Uhr | Di, 8-12 und 14-18 Uhr | Fr geschlossen | Führungen nach Vereinbarung (buergerbuero@ebringen.de)



Sa | 11. April 2026 | 10 Uhr | Treffpunkt: Parkplatz bei der Berghauser Kapelle bei Ebringen.
Blütenrundgang und Geschichte von Berghausen erfahren
mit Benno Kuhn

Bei diesem naturkundlichen Rundgang erfahren Sie Geschichtliches zum niedergegangenen Dorf Berghausen, zur Kapelle, zum ehemaligen Exerziergelände und zum gegenwärtigen Naturschutzgebiet Berghauser Matten.

Teilnahme frei!
Anmeldung erwünscht per E-Mail: ebringen@breisgau-geschichtsverein.de oder Tel. 07664/7885



Fr | 17. April 2026 | 14 Uhr | Treffpunkt: Bildarchiv Staufen, Hauptstr. 11, 79219 Staufen
„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte....“
Besichtigung des Bildarchivs zur Regionalgeschichte in Staufen
Führung mit Archivleiter Dr. Matthias Möller

Die Landesstelle für Alltags- und Regionalkultur wurde 1948 als volkskundliche Dokumentations- und Forschungseinrichtung mit regionaler Ausrichtung gegründet. Als Außenstelle Südbaden des Badischen Landesmuseums betreut sie ein Archiv zur Regionalgeschichte Badens, in dessen Mittelpunkt ein umfangreiches Bildarchiv von über 400.000 Bildträgern steht. Im Rahmen der Führung gibt sein Leiter Dr. Matthias Möller Einblicke in Geschichte, Sammlungsbestände und aktuelle Projekte.

Teilnahme frei! Aber begrenzte Teilnehmerzahl, daher Anmeldung erwünscht per E-Mail: ebringen@breisgau-geschichtsverein.de oder Tel. 07664/7885



Fr | 17. April 2026 | 14.30 Uhr | Heimatmuseum Freiamt Freiamt, Freihof 11, 79348 Freiamt-Ottoschwanden
Besuch des Heimatmuseums in Freiamt – Abteilung Radiogeschichte
mit Heinrich Hippenmeyer

Der Referent führt durch das von ihm konzipierte und aufgebaute “Radiostüble” im Dachgeschoss des Heimatmuseums mit anschließendem Besuch des Freiämter Wochenmarkts.

Teilnahme frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.



Mo | 20. April 2026 | 18 Uhr | Stube des BGV im Historischen Kaufhaus am Münsterplatz
Mitgliederversammlung
mit einem Kurzvortrag von Renate Liessem-Breinlinger:
Otto Winterer – Anmerkungen zu einer badischen Biographie


Teilnahme frei! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.



Mi | 29. April 2026 | 15 Uhr | Stadtarchiv Freiburg, Neuer Messplatz 5a, 79108 Freiburg
Langemarckstraßen – in Freiburg und anderswo
Führung durch die Ausstellung mit Dr. Florian Hoffmann

In mehr als 30 deutschen Städten findet sich der Name „Langemarck“ in der Bezeichnung von Straßen und Plätzen. In Freiburg trägt seit 1934 die zentrale Achse des Wohngebiets „Westlich der Merzhauser Straße“ die Bezeichnung „Langemarckstraße“. Zeitgleich erhielten auch die benachbarten Straßenzüge Namen mit Bezug zum Ersten Weltkrieg. Mit dem „Mythos Langemarck“, der Entstehung und Namensgebung der Freiburger Langemarckstraße, aber auch mit dem öffentlichen Diskurs um diese Benennung seit dem Zweiten Weltkrieg beschäftigt sich die Ausstellung des Stadtarchivs. Sie entstand als Teil einer Wanderausstellung im Rahmen eines internationalen Erinnerungs- und Friedensprojekts und wurde/wird auch in anderen Städten mit Langemarckstraßen gezeigt.

Teilnahme frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Ausstellung kann bis zum 19. Juni 2026 zu den Öffnungszeiten im Stadtarchiv besichtigt werden: Mo, Di, Do, 10--16 Uhr, Mi 10-18 Uhr



Do | 07. Mai 2026 | 18.15 Uhr | Bibliothek des Alemannischen Instituts Freiburg, Bertoldstr. 45, 79098 Freiburg und Zoom (anmeldung@alemannisches-institut.de)
Das Elsass unter dem Hakenkreuz. Mikrogeschichtliche Einblicke in Politik und Alltag in der annektierten Grenzregion
Institutsgespräch mit Dr. Theresa Ehret


Was bedeutete die faktische Annexion des Elsass für die Menschen vor Ort? Bei der Alltagsbewältigung in Städten und Dörfern musste die Bevölkerung mit lokalen Regimevertretern umgehen. Der Vortrag beleuchtet, wie bei diesen Begegnungen Herrschaft ausgehandelt wurde und welche individuellen Anpassungsstrategien das Leben unter der NS-Diktatur prägten.

Eine Anmeldung für die Präsenzteilnahme ist nicht erforderlich.

Eine Veranstaltung des Alemannischen Instituts Freiburg e.V. in Kooperation mit dem Breisgau-Geschichtsverein Schau-ins-Land



Do | 07. Mai 2026 | 15.00 Uhr | Hachbergbibliothek. Bachstraße 10, 79312 Emmendingen
Lokalgeschichtlich interessante Dokumente in Privatbesitz
mit Hubert Haas

Der Referent stellt einige interessante Belege aus seinem Fundus vor.

Teilnahme frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.



Fr | 15. Mai 2026 | 19.30 Uhr | Bildungshaus Bonifacius Amerbach, Dachgeschoss, Am Stadtgraben 1, 79395 Neuenburg am Rhein
Die Zähringer. Ein neues Herzogtum im hohen Mittelalter
Vortrag von Dr. Heinz Krieg

Während die Staufer bereits in der Geschichtsschreibung ihrer Zeit zu Lichtgestalten verklärt wurden, etikettierte Otto von Freising die Zähringer demgegenüber in diffamierender Absicht als ,Herzöge ohne Herzogtum‘. Wenn selbst in der modernen Forschung die Zähringerherzöge immer wieder als chronische Verlierer beurteilt werden, so wirkt auch darin noch das tendenziöse Bild der stauferfreundlichen Chronistik nach. Der Vortrag zielt daher darauf ab, die Zähringerherzöge im Spiegel der neueren Forschung erneut näher in den Blick zu nehmen.

Eine Veranstaltung des Museums für Stadtgeschichte Neuenburg in Kooperation mit dem Histor. Seminar der Universität Freiburg, Abt. Landesgeschichte, dem Alemannischen Institut Freiburg und dem Breisgau-Geschichtsverein Schau-ins-Land

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Vortrag findet im Rahmen der Ausstellung "Die Zähringer. Mythos und Wirklichkeit" statt.
Ausstellungsdauer: 3. März - 11. Okt. 2026
Museum für Stadtgeschichte
Am Franziskanerplatz 4
79395 Neuenburg am Rhein

Öffnungszeiten: Sonntag und Mittwoch 14.00 – 17.00 Uhr



Do | 21. Mai 2026 | 19 Uhr | Stubenhaus, Peter-Huchel-Saal, Hauptstraße 56 C, 79219 Staufen
Wie der Strom nach Südbaden kam
Vortrag von Bernward Janzing

Mit dem Ziel der Dekarbonisierung wird derzeit versucht, die Energiebereitstellung für Wirtschaft, Verkehr und private Haushalte komplett auf elektrischen Strom umzustellen. Aufgrund der Wasserkräfte des Hochrheins und der zahlreichen Bäche im Schwarzwald boten sich den Menschen in Südbaden frühzeitig Möglichkeiten zur Stromerzeugung. So wurden die ab dem Ende des 19. Jahrhunderts erbauten Kraftwerke Rheinfelden und Laufenburg auch im europäischen Maßstab zu Pionierprojekten. Die Elektrifizierung ist aber nicht nur eine Geschichte der Technik, auch politische Fragen, z.B. nach den Betreibern der Kraftwerke, wurden zu allen Zeiten diskutiert.

Teilnahme frei, Spenden erwünscht. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.



Sa | 13. Juni 2026 | 15 Uhr | Schloss Ebringen, Schlossplatz 1, Ebringen
„Das alamannische Gräberfeld von Ebringen“
Führung durch die Ausstellung mit Dr. Christel Bücker und Dr. Michael Hoeper

Die Ausgrabung des Gräberfeldes von Ebringen gilt in der archäologischen Forschungsgeschichte des Oberrheingebietes als Ausgangspunkt für die Altertumskunde. In den Jahren 1825 und 1826 machte der Freiburger Historiker Heinrich Schreiber die ersten systematischen Ausgrabungen und fand 122 Steinkistengräber aus dem 6. und 7. Jahrhundert n. Chr.
Aus Anlass des 200-jährigen Jubiläums dieser wissenschaftlichen Pionierleistung zeigt die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege, dem Alemannischen Institut Freiburg und dem Stadtarchiv Freiburg die wertvollsten Funde aus der Grabungskampagne des 19. Jahrhunderts als auch aus jener von 1991.

Die Kuratoren der Ausstellung Dr. Christel Bücker und Dr. Michael Hoeper hatten 1991 die Grabungsleitung auf dem „Scharretenacker“ bei Ebringen inne und werden aus eigener Anschauung von den damals gemachten Funden berichten.

Teilnahme frei.

Die Führung ist auf 25 Personen beschränkt. Anmeldung erforderlich bei der Sektionsleitung Ebringen (Hr. Kuhn) per E-Mail (ebringen@breisgau-geschichtsverein.de) oder Tel. 07664/7885.



Fr | 19. Juni 2026 | 18 Uhr | Treffpunkt: Friedhof Staufen / St. Sebastianskapelle
Der Historische Friedhof in Staufen mit St. Sebastianskapelle
Führung mit Prof. Dr. Franz Wiesler

Der Friedhof der Stadt Staufen wurde Ende des 16. Jahrhunderts aufgrund mehrerer Pestausbrüche von einem Platz bei der Kirche St. Martin an seinen heutigen Standort, damals vor die Stadtmauer, verlegt. Gleichzeitig wurde eine große Friedhofskapelle errichtet, die dem heiligen Sebastian geweiht wurde. Die Veranstaltung beginnt mit einem Rundgang über den Friedhof, auf dem viele Gräber und Grabsteine an Bewohner der Stadt Staufen erinnern, die alle ihre besondere Lebensgeschichte aufweisen, die jedoch in keiner Chronik zu finden ist. Wir werden einige dieser Bewohner für einen Moment wieder in unser Bewusstsein holen und etwas über ihr Schicksal erfahren. Anschließend besichtigen wir die St. Sebastians-Kapelle und widmen uns dort ihrer Baugeschichte, ihrem heutigen Erscheinungsbild und ihrer Ausstattung.

Teilnahme frei, aber Spenden erwünscht. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Eine Veranstaltung des Breisgau-Geschichtsvereins Schau-ins-Land in Kooperation mit dem Schwarzwaldverein e.V.



Sa | 27. Juni 2026 | 10 Uhr | Treffpunkt: Markenhof, Markenhofstraße 9, 79199 Kirchzarten
Der Markenhof
Exkursion mit Renate Liessem-Breinlinger, Dr. Claudius Heitz und Dr. Heiko Wagner

Der Markenhof am Wagensteigbach war in den 1920er Jahren ein jüdisches landwirtschaftliches Lehrgut, wo junge Zionisten auf die Auswanderung nach Palästina vorbereitet wurden. Mit seiner Geschichts-AG hat Claudius Heitz diese von Konrad Goldmann gegründete Einrichtung erforscht und ihre Spur verfolgt bis in die Gegenwart in Israel. Er bezieht aber auch die Zeit davor ein, als der in St. Petersburg geborene Max von Wogau Eigentümer war, das Wohngebäude renovierte und einen Park anlegte. Er wird uns diese spannende Geschichte vermitteln und auch Zutritt zu Innenräumen verschaffen, z. B. zur kleinen Synagoge. Von dem Archäologen und Burgenforscher Heiko Wagner erfahren wir dann, dass beim Markenhof der Nordrand der spätkeltischen Befestigung Tarodunum verlief und was die Lage des ausgedehnten Hofgeländes an der Wagensteigstraße und unterhalb von zwei Burgen bedeuten kann. Er wird uns die Reste der unteren Burg zeigen, die sich in etwa 10 Minuten zu Fuß erreichen lässt. Volker Mietke, der Hausherr des Markenhofs, zeigt uns noch das eine oder andere Gemälde seines Vaters.

Anreise individuell, hier jedoch keine Parkmöglichkeit!

Teilnahme frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Eine Veranstaltung des Breisgau-Geschichtsvereins Schau-ins-Land in Kooperation mit dem Alemannischen Institut Freiburg e.V.



Sa | 04. Juli 2026 | 8 Uhr | Abfahrt ab Konzerthaus Freiburg
Zentren habsburgischer Macht im Aargau
Exkursion mit Prof. Dr. Dieter Speck und Dr. Valerie Möhle

Die Exkursion führt ins Schweizerische Aargau, neben dem oberen Elsass eines der Stammlande der Habsburger. Sie und eine weitere Exkursion im Herbst ins Elsass flankieren die Tagung „Habsburger vor Arl und Fern“ in Bad Waldsee vom 23. bis 25.9.2026. Vom Oberrhein aus erwarben die Habsburger nach und nach die österreichischen Herzogtümer, Tirol und weitere Länder. Im ehemals habsburgischen Aargau führt die Exkursion zu einigen Zentren habsburgischer Macht und Pracht im Mittelalter: Habsburg, Lenzburg und Königsfelden. Wir beginnen mit dem Memorialort Königsfelden mit seinen kunsthistorisch bedeutsamen Glasfenstern, Kloster und Gedenkort für einen ermordeten König und die Toten der Schlacht bei Sempach. Danach besichtigen wir die vermeintlich unscheinbare Burg Habsburg und die prächtige Burg und Residenz Lenzburg. Ablauf: Fahrt nach Königsfelden, anschließend Besichtigung. Fahrt zur Habsburg, dort Pause mit eigenem Lunchpaket oder im Restaurant Habsburg. Besichtigung der Habsburg, Fahrt zur Lenzburg mit Besichtigung. Rückfahrt.

Abfahrt: 8 Uhr ab Konzerthaus Freiburg, Rückkehr gegen 19 Uhr. Anmeldung: Begrenzte Teilnehmerzahl. Verbindliche Anmeldung erforderlich bis 19. Juni 2026 unter: anmeldung@alemannisches-institut.de
Kosten: 90 Euro (Busfahrt, alle Eintritte, alle Führungen, ohne Mittagessen)

Eine Veranstaltung des Alemannischen Instituts Freiburg e.V. in Zusammenarbeit mit dem Breisgau-Geschichtsverein Schau-ins-Land



Sa | 04. Juli 2026 | 10 Uhr | Treffpunkt: Alter Wiehre-Friedhof, Ecke Erwin-/Dreikönigstraße
Maximilian Dortu und die Revolution 1848/49 in Baden
Rundgang zu Dortus 200. Geburtstag mit Peter Kalchthaler

Auf dem alten Friedhof in der Wiehre erinnert das von den Eltern gestiftete Grabmal an den am 31. Juli 1849 hingerichteten Freiheitskämpfer. Der am 29. Juni 1826 in Potsdam geborene Max Dortu hatte sich in seiner preußischen Heimat und in Baden für die bürgerliche Freiheit eingesetzt. Der Rundgang folgt den Spuren der Badischen Revolution in Freiburg.

Teilnahme frei, aber begrenzte Teilnehmerzahl.
Um Anmeldung wird daher gebeten bis Donnerstag, 02.07., unter: info@breisgau-geschichtsverein.de



Fr | 10. Juli 2026 | 14 Uhr | Stadtarchiv Freiburg, Veranstaltungssaal, Neuer Messplatz 5A, 79108 Freiburg
Joseph Schlippe und das Freiburger Stadtbild im 20. Jahrhundert
Kolloquium und Podiumsdiskussion mit Dr. Ralf Müller, Dr. Wulf Rüskamp, Prof. Dr. Jörg Stadelbauer u. a.

Joseph Schlippe hat das Freiburger Stadtbild im 20. Jh. geprägt wie kein anderer. 25 Jahre war er für das Bauwesen in der Stadt verantwortlich, die auch die entscheidenden Jahre des Wiederaufbaus umfassten: zuerst ab 1925 als Leiter des städtischen Hochbauamtes, dann als städtischer Oberbaudirektor, der bereitwillig die städtebaulichen Vorstellungen des NS-Regimes plante. Während des Zweiten Weltkriegs oblag ihm darüber hinaus die Zuständigkeit für die Denkmäler und Kunst im Elsass. Nach dem Krieg arbeitete Schlippe direkt ab 1945 im Auftrag der französischen Besatzungsmacht als Leiter des Freiburger Wiederaufbaubüros. Sein Konzept war geprägt von der sogenannten Heimatschutzarchitektur und der Gegnerschaft gegen den Historismus und den Jugendstil wie der strikten Ablehnung einer neuen Sachlichkeit und der Architektur des Bauhauses. Die beiden Referenten, der Historiker Ralf Müller und der ehemalige Redakteur der Badischen Zeitung Wulf Rüskamp, sind zwei ausgewiesene Kenner der Materie, die in den vergangenen Jahren unter unterschiedlichen Gesichtspunkten über Joseph Schlippe geforscht und publiziert haben. In einen breiteren Zusammenhang werden ihre Beiträge durch einen Vortrag des Geographen Jörg Stadelbauer gestellt, der über die Entwicklung des Freiburger Stadtbilds im 19. und 20. Jh. sprechen wird. Nach einer Kaffeepause wird sich ein Podiumsgespräch anschließen, das in eine öffentliche Diskussion mit Einbeziehung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer münden wird.

Teilnahme: 10 Euro. Um Anmeldung wird gebeten bis zum 08.07.2025 unter: https://eveeno.com/schlippe-kolloquium

Eine Veranstaltung des Alemannischen Instituts e. V., Breisgau-Geschichtsvereins Schau-ins-Land, Landesvereins Badische Heimat e.V. und Stadtarchivs Freiburg



Sa | 11. Juli 2026 | 11 Uhr | Anwesen Leonhardt, Marktplatz 14, 79312 Emmendingen
Märchen und Lieder aus Baden
Hofkonzert und Lesung im Anwesen Leonhardt

Jutta Weber liest aus Märchen- und Sagenbüchern aus den Beständen der Hachberg-Bibliothek, musikalisch umrahmt von Musik mit „Behind Blue Eyes“.

Teilnahme frei.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.



Fr | 17. Juli 2026 | 19 Uhr | Stubenhaus, Peter-Huchel-Saal, Hauptstr. 56C, 79219 Staufen
Johann Peter Hebel – ein Markgräfler im Breisgau
Gedichte, Lieder und Kalendergeschichten, vorgetragen und illustriert von Bert Kohl, mit einer Einführung von Franz Wiesler

Johann Peter Hebel, dessen 200. Todestag wir in diesem Jahr begehen, war gleichermaßen der Dichter des Markgräflerlandes als auch des Breisgaus. Dies kommt in seinen Kalendergeschichten und seinen Alemannischen Gedichten zum Ausdruck, so im „Der Schwarzwälder im Breisgau“. In der Veranstaltung werden zunächst die politischen und geistesgeschichtlichen Entwicklungen während der Zeit von Hebel zwischen 1760 und 1826 umrissen. Dann wird Bert Kohl aus den Werken Hebels vortragen und die Texte mit humorvollen Zeichnungen visualisieren. Ein Schwerpunkt gilt dem Gedicht „Die Vergänglichkeit“. Dieses, Urfragen der Menschheit berührende Gedicht, wird mithilfe eines multimedialen Einsatzes einer modernen Deutung zugeführt. Zum Gedenken an dessen 200. Todestag hat Bert Kohl für 2026 einen Monatskalender mit hintergründigen Zeichnungen zum Leben und Wirken Johann Peter Hebels herausgegeben.

Teilnahme frei, aber Spenden erwünscht. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.



Mo | 14. September 2026 | 18 Uhr | „Stube“ des BGV im Historischen Kaufhaus am Münsterplatz
Geschichten aus den Freiburger Studentengefängnissen
Vortrag von Wilhelm Gros, M.Sc.

Alte Universitäten wie in Freiburg hatten meist eine eigene Gerichtsbarkeit und auch Studentengefängnisse, sogenannte Karzer. Als die Universitäten nur noch Disziplinarsachen verhandeln durften, entwickelte sich eine „romantische“ Karzerphase, die weniger eine Freiheitsberaubung bedeutete als vielmehr ein freudiges Ereignis, welches kundgetan werden musste. Die letzten beiden Karzer in Freiburg wurden 1911 im Turm des Kollegiengebäudes I eingerichtet und sind in weiten Teilen erhalten. Dazu gibt es viele Geschichten zu erzählen wie eine pompöse Prozession in den Karzer oder ein verschnitztes Fenstersitzbrett. Auch der 32 Stationen umfassende Wandfries im Sommerkarzer wird vorgestellt.

Teilnahme frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.



Sa | 26. September 2026 | 15.30 Uhr | Treffpunkt: Marktbrunnen Staufen
"Wohlstand, Bildung, Freiheit für Alle!“
Stadtrundgang zum Struve-Putsch 1848 in Staufen mit Gerd Schwartz

Im Gefecht um Staufen schlugen badische Truppen am 24. September 1848 die Freischaren Gustav Struves und brachten somit den zweiten badische Aufstand zum Zusammenbruch. Im Rahmen der mittlerweile schon klassischen Führung von Gerd Schwartz zu den Orten des Struve-Putsches in Staufen können Sie im Rathaussaal ei¬ne Gewehrkugel bestaunen, die im Badischen Regierungsblatt steckenblieb, ebenso eine erhaltene Kanonenkugel der Badischen Truppen in einer Hausfassade im Grün. Sie lernen die dramatische Geschichte der Weiler Musikanten an deren Grab kennen, genauso wie die des unglücklichen Herrn Glück. Am Ende sind Sie informiert über die Vorgeschichte des Putsches, die Aufnahme der Revolutionäre in Staufen und die langfristigen Folgen des verlorenen Gefechts an der Neumagenbrücke.

Dauer: 1 1/2 Stunden
Teilnahme frei, aber Spenden erwünscht.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.



Sa | 10. Oktober 2026 | 10 Uhr | Treffpunkt: Bahnhof Kehl – Anreise individuell per Bahn oder Pkw.
Das kaiserzeitliche Straßburg – Weltkulturerbe seit 2017
Exkursion mit Renate Liessem-Breinlinger

Nach der Straßburger Altstadt 1988 wurde auch die nach 1871 entstandene Stadterweiterung Weltkulturerbe. Imposante Bauten präsentieren sich in großer Geschlossenheit. Die bebaute Fläche verdreifachte sich, die Bevölkerung wuchs von ca. 85.000 auf 180.000. Insbesondere diese Stadterweiterung des 19. Jhs. war ein Politikum, denn der Ausbau folgte auf den Anschluss Elsass-Lothringens an das neu gegründete Deutsche Kaiserreich nach dem Krieg 1870/71 und ging mit einem Nationalitätenwechsel einher. Bei unserem Rundgang sehen Sie Wohn- und Verwaltungsbauten, Kirchen und Kasernen, die Universität und den Kaiserpalast, heute Palais du Rhin. Außerdem werden mit Prof. Julius Euting und der Offiziersgattin Melitta von Schweizerbarth auch zwei der rund 50.000 sog. Reichs-oder Altdeutschen, die um 1900 in Straßburg lebten, vorgestellt.

Treffpunkt: Bahnhof Kehl – Anreise individuell per Bahn oder Pkw. Der Parkplatz hinter dem Bahnhof ist kostenpflichtig. Für die Tagestickets nach Straßburg bitte 5 Euro bereithalten.
Die Teilnahme an der Führung selbst ist kostenfrei.

Begrenzte Teilnehmerzahl! Eine Anmeldung ist erforderlich bis Do., 08.10., unter: info@breisgau-geschichtsverein.de

Eine Veranstaltung des Breisgau-Geschichtsvereins Schau-ins-Land in Kooperation mit dem Alemannischen Institut Freiburg e.V.