Termine | Archiv
Fr | 20. März 2026
- Do | 31. Dezember 2026 | 18 Uhr | Rathaus/Schloss Ebringen
Das alamannische Gräberfeld von Ebringen- Do | 31. Dezember 2026 | 18 Uhr | Rathaus/Schloss Ebringen
Dauerausstellung zum 200-jährigen Jubiläum der Ausgrabungen von Heinrich Schreiber auf dem „Scharretenacker“ bei Ebringen
Die Ausgrabung des Gräberfeldes von Ebringen gilt in der archäologischen Forschungsgeschichte des Oberrheingebietes als Ausgangspunkt für die Altertumskunde. In den Jahren 1825 und 1826 machte der Freiburger Historiker Heinrich Schreiber die ersten systematischen Ausgrabungen und fand 122 Steinkistengräber aus dem 6. und 7. Jahrhundert n. Chr. Aus Anlass des 200-jährigen Jubiläums dieser wissenschaftlichen Pionierleistung zeigt die Gemeinde Ebringen in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege die wertvollsten Funde aus der Grabungskampagne des 19. Jahrhunderts als auch jener von 1991 in einer Ausstellung.
Teilnahme frei! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Öffnungszeiten der Dauerausstellung: Mo, Mi, Do, 8-12 Uhr | Di, 8-12 und 14-18 Uhr | Fr geschlossen | Führungen nach Vereinbarung (buergerbuero@ebringen.de)
Di | 18. August 2026 | 15 Uhr | Stadtarchiv Freiburg, Neuer Messplatz 5a, 79108 Freiburg
Maximilian Dortu – Ein Leben für Freiheit und GerechtigkeitFührung durch die Ausstellung mit Dr. Florian Hoffmann
Am 31. Juli 1849 wurde Maximilian Dortu im Alter von nur 23 Jahren „wegen Kriegsverrats“ auf dem Alten Friedhof in der Wiehre hingerichtet. Sein Schicksal bewegt die Menschen in Freiburg bis heute.
Dortu wurde 1826 in Potsdam geboren. Die letzten beiden Jahre seines kurzen Lebens widmete er ganz dem Kampf für Freiheit und soziale Gerechtigkeit, zunächst in seiner brandenburgischen Heimat, ab Mai 1849 als Mitstreiter der Badischen Revolution. Nach seinem gewaltsamen Tod verklärten ihn seine Weggefährten schnell zum „Helden“ und „Märtyrer“; in Freiburg wurde er zu einer Symbolfigur für die revolutionäre Bewegung der Jahre 1848/49 schlechthin.
Die Ausstellung im Stadtarchiv widmet sich nicht nur den entscheidenden Stationen seines Lebenswegs, sondern zeigt auch Verbindungen zu anderen Protagonisten der demokratischen Bewegung auf und ordnet die Ereignisse in die Freiburger Revolutionschronik ein.
Teilnahme frei. Um Anmeldung wird gebeten unter: info@breisgau-geschichtsverein.de
Do | 10. September 2026 | 15 Uhr | Stadtarchiv Freiburg, Neuer Messplatz 5a, 79108 Freiburg
Maximilian Dortu – Ein Leben für Freiheit und GerechtigkeitFührung durch die Ausstellung mit Dr. Florian Hoffmann
Am 31. Juli 1849 wurde Maximilian Dortu im Alter von nur 23 Jahren „wegen Kriegsverrats“ auf dem Alten Friedhof in der Wiehre hingerichtet. Sein Schicksal bewegt die Menschen in Freiburg bis heute.
Dortu wurde 1826 in Potsdam geboren. Die letzten beiden Jahre seines kurzen Lebens widmete er ganz dem Kampf für Freiheit und soziale Gerechtigkeit, zunächst in seiner brandenburgischen Heimat, ab Mai 1849 als Mitstreiter der Badischen Revolution. Nach seinem gewaltsamen Tod verklärten ihn seine Weggefährten schnell zum „Helden“ und „Märtyrer“; in Freiburg wurde er zu einer Symbolfigur für die revolutionäre Bewegung der Jahre 1848/49 schlechthin.
Die Ausstellung im Stadtarchiv widmet sich nicht nur den entscheidenden Stationen seines Lebenswegs, sondern zeigt auch Verbindungen zu anderen Protagonisten der demokratischen Bewegung auf und ordnet die Ereignisse in die Freiburger Revolutionschronik ein.
Teilnahme frei. Um Anmeldung wird gebeten unter: info@breisgau-geschichtsverein.de
Mo | 14. September 2026 | 18 Uhr | „Stube“ des BGV im Historischen Kaufhaus am Münsterplatz
Geschichten aus den Freiburger StudentengefängnissenVortrag von Wilhelm Gros, Dr. des psych.
Alte Universitäten wie in Freiburg hatten meist eine eigene Gerichtsbarkeit und auch Studentengefängnisse, sogenannte Karzer. Als die Universitäten nur noch Disziplinarsachen verhandeln durften, entwickelte sich eine „romantische“ Karzerphase, die weniger eine Freiheitsberaubung bedeutete als vielmehr ein freudiges Ereignis, welches kundgetan werden musste. Die letzten beiden Karzer in Freiburg wurden 1911 im Turm des Kollegiengebäudes I eingerichtet und sind in weiten Teilen erhalten. Dazu gibt es viele Geschichten zu erzählen wie eine pompöse Prozession in den Karzer oder ein verschnitztes Fenstersitzbrett. Auch der 32 Stationen umfassende Wandfries im Sommerkarzer wird vorgestellt.
Teilnahme frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Sa | 26. September 2026 | 15.30 Uhr | Treffpunkt: Marktbrunnen Staufen
"Wohlstand, Bildung, Freiheit für Alle!“Stadtrundgang zum Struve-Putsch 1848 in Staufen mit Gerd Schwartz
Im Gefecht um Staufen schlugen badische Truppen am 24. September 1848 die Freischaren Gustav Struves und brachten somit den zweiten badische Aufstand zum Zusammenbruch. Im Rahmen der mittlerweile schon klassischen Führung von Gerd Schwartz zu den Orten des Struve-Putsches in Staufen können Sie im Rathaussaal ei¬ne Gewehrkugel bestaunen, die im Badischen Regierungsblatt steckenblieb, ebenso eine erhaltene Kanonenkugel der Badischen Truppen in einer Hausfassade im Grün. Sie lernen die dramatische Geschichte der Weiler Musikanten an deren Grab kennen, genauso wie die des unglücklichen Herrn Glück. Am Ende sind Sie informiert über die Vorgeschichte des Putsches, die Aufnahme der Revolutionäre in Staufen und die langfristigen Folgen des verlorenen Gefechts an der Neumagenbrücke.
Dauer: 1 1/2 Stunden
Teilnahme frei, um Spenden wird gebeten.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Sa | 10. Oktober 2026 | 10 Uhr | Treffpunkt: Bahnhof Kehl – Anreise individuell per Bahn oder Pkw.
Das kaiserzeitliche Straßburg – Weltkulturerbe seit 2017 Exkursion mit Renate Liessem-Breinlinger
Nach der Straßburger Altstadt 1988 wurde auch die nach 1871 entstandene Stadterweiterung Weltkulturerbe. Imposante Bauten präsentieren sich in großer Geschlossenheit. Die bebaute Fläche verdreifachte sich, die Bevölkerung wuchs von ca. 85.000 auf 180.000. Insbesondere diese Stadterweiterung des 19. Jhs. war ein Politikum, denn der Ausbau folgte auf den Anschluss Elsass-Lothringens an das neu gegründete Deutsche Kaiserreich nach dem Krieg 1870/71 und ging mit einem Nationalitätenwechsel einher. Bei unserem Rundgang sehen Sie Wohn- und Verwaltungsbauten, Kirchen und Kasernen, die Universität und den Kaiserpalast, heute Palais du Rhin. Außerdem werden mit Prof. Julius Euting und der Offiziersgattin Melitta von Schweizerbarth auch zwei der rund 50.000 sog. Reichs-oder Altdeutschen, die um 1900 in Straßburg lebten, vorgestellt.
Treffpunkt: Bahnhof Kehl – Anreise individuell per Bahn oder Pkw. Der Parkplatz hinter dem Bahnhof ist kostenpflichtig. Für die Tagestickets nach Straßburg bitte 5 Euro bereithalten.
Die Teilnahme an der Führung selbst ist kostenfrei.
Begrenzte Teilnehmerzahl! Eine Anmeldung ist erforderlich bis Do., 08.10., unter: info@breisgau-geschichtsverein.de
Eine Veranstaltung des Breisgau-Geschichtsvereins Schau-ins-Land in Kooperation mit dem Alemannischen Institut Freiburg e.V.
Sa | 17. Oktober 2026 | 8 Uhr | Treffpunkt: Konzerthaus Freiburg
Spuren der Habsburger im ElsassExkursion mit Prof. Dr. Dieter Speck und Dr. Valerie Möhle
Elsass und den Sundgau. Das erste Ziel ist die Abtei Murbach am Fuße des Grand Ballon, die enge Verbindungen mit den Habsburgern besaß. Anschließend geht es nach Thann am Eingang des St. Amarinstal, wo der Besuch der beeindruckenden Kollegiat- und Wallfahrtskirche, dem Theobaldsmünster, mit seinen vielfältigen Zeugnissen der habsburgischen Vergangenheit auf dem Programm steht. Nach einer Pause mit eigenem Lunchpaket oder Besuch eines Kaffees in unmittelbarer Nähe des Münsters fahren wir von Thann nach Ensisheim, dem Hauptort und Sitz der vorderösterreichischen Regierung bis 1648. Zuletzt besuchen wir die Abteikirche Ottmarsheim mit seinem oktogonalen Zentralbau aus dem 11.Jahrhundert und fahren von dort zurück nach Freiburg, wo wir gegen 18.30 wieder eintreffen werden.
Ablauf: Fahrt nach Murbach und Thann, dort Pause mit eigenem Lunchpaket oder im Cafe. Fahrt nach Ensisheim und Ottmarsheim, anschließend Rückfahrt nach Freiburg. Rückkehr gegen 18.30 h.
Anmeldung erforderlich unter: anmeldung@alemannisches-institut.de (Anmeldeschluss: 1. Oktober 2026).
Kosten: 70 € (Busfahrt, alle Eintritte, alle Führungen, ohne Mittagessen).
Eine Veranstaltung des Alemannischen Institut Freiburg e.V. in Kooperation mit dem Breisgau-Geschichtsverein Schau-ins-Land
Mo | 19. Oktober 2026 | 19.30 Uhr | Gemeindehaus St. Caecilia (Urbansaal), Hauptstr. 42, 79104 Freiburg-Herdern
Ein Leben für Frieden und Demokratie – Der Freiburger Reichskanzler Joseph Wirth Vortrag von Prof. Dr. Bernd Braun
Der Höhepunkt der Kanzlerschaft von Joseph Wirth (1879-1956) war der Vertrag von Rapallo 1922, der den Weg für eine politische Zusammenarbeit mit Sowjetrussland ebnete. Nach 15 Jahren äußerst belastenden Exils in den Jahren 1933 bis 1948 setzte sich der Altreichskanzler von Freiburg aus für Frieden und Verständigung ein. Halt und Orientierung fand Joseph Wirth zeitlebens in seinem katholischen Glauben.
Prof. Dr. Bernd Braun ist Historiker aus Heidelberg und stellvertretender Vorsitzender der Joseph-Wirth-Stiftung.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Urbangespräche in Kooperation mit dem Breisgau-Geschichtsverein Schau-ins-Land. Die Urbangespräche werden von Dr. med. B. König und Dr. phil. C. Zimber im Rahmen des Bildungswerks Freiburg-Nord organisiert.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Mo | 26. Oktober 2026 | 19 Uhr | Gemeinschaftsraum, Schloss Ebringen
Himmel über Ebringen Astrofotografie präsentiert von Gundo Klebsattel
Gundo Klebsattel berichtet von interessanten astronomischen Objekten und präsentiert Astrofotografie, deren Reiz in einer Kombination aus der ästhetischen Faszination des Universums, der technischen Herausforderung und dem Sichtbarmachen des Unsichtbaren liegt.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Di | 03. November 2026 | 19 Uhr | Ort: Clara-Schumann-Haus, Clara-Schumann-Str. 3a, 79189 Bad Krozingen
Flussbaugeschichte(n) von Neumagen und Möhlin – vom Ausbau zur RevitalisierungVortrag von Bernd Walser, Regierungspräsidium Freiburg
Neumagen und Möhlin haben über Jahrhunderte das Leben der Menschen in ihrem Einzugsbereich mitgeprägt, so aufgrund von wiederkehrenden Hochwasserschäden. Zur Ausnutzung der Wasserkraft wurden schon im Mittelalter Wassertriebwerke und, ab Beginn des 20. Jahrhunderts, Anlagen zur Gewinnung von elektrischem Strom gebaut. Als Floßgewässer dienten Neumagen und Möhlin dem Transport von Brenn- und Bauholz vom Schwarzwald nach Breisach. Nicht zuletzt wurde das Wasser zur Wiesenbewässerung genutzt, wofür ein ausgeklügeltes Grabensystem angelegt wurde.
Bernd Walser, langjähriger Betriebsleiter beim Landesbetrieb Gewässer des Regierungspräsidiums Freiburg, beleuchtet in seinem Vortrag die anthropogenen Eingriffe in die beiden Fließgewässer in der Vergangenheit und erläutert Hochwasserschutz- Renaturierungs- und Revitalisierungsmaßnahmen, die derzeit zwischen Staufen, Bad Krozingen und Breisach konkret geplant und im Laufe der nächsten Jahre umgesetzt werden sollen.
Ort: Clara-Schumann-Haus, Clara-Schumann-Str. 3a, 79189 Bad Krozingen
Teilnahme frei, aber Spenden willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Sa | 14. November 2026 | Treffpunkt: Kunstmuseum Basel
In Basel auf den Spuren der Markgrafen von BadenExkursion mit Renate Liessem-Breinlinger und Dominik Wunderlin
Wir fahren mit dem Zug nach Basel, vom Bad. Bahnhof mit der Tram Linie 2 zum Kunstmuseum, wo uns der Kulturwissenschaftler Dominik Wunderlin erwartet. Er führt uns durch die Rittergasse zum Münsterplatz. Im historischen Vortragssaal der Basler Lesegesellschaft „Lääsi“, die seit dem 18. Jahrhundert ihren Sitz im ehemaligen Domherrenhaus direkt neben dem Münster hat, bereitet er uns auf den Rundgang vor und erklärt u.a. das Verhältnis der Markgrafen von Baden zu Basel. Zunächst geht es zum „kleinen Markgräfler Hof“, der ebenfalls auf dem Hochufer des Rheins liegt. Die Bebauung des Grundstücks reicht von der Augustinergasse 30m hinunter bis ans Ufer des Rheins. Wir sehen allerdings nur die Straßenfront. Dann steigen wir den Rheinsprung hinunter zur Mittleren Brücke. Nächstes Ziel ist der (große) Markgräflerhof, das älteste Barockpalais der Schweiz, erbaut 1698 – 1705 und 1736-1739 ergänzt und erweitert. Er diente den Markgrafen von Baden-Durlach als Exilresidenz und Fluchtort. Das Gebäude wurde 1808 von der Stadt Basel erworben, 1838-1842 umgebaut und wird als Teil des Bürgerspitals für Sammlungen und Aktenarchive genutzt.
Treffpunkt: Kunstmuseum Basel
Teilnahme frei! Anmeldung bei der Geschäftsstelle des BGV wird empfohlen unter: info@breisgau-geschichtsverein.de
Eine Veranstaltung des Breisgau-Geschichtsvereins Schau-ins-Land in Kooperation mit dem Alemannischen Institut Freiburg e.V.
Mo | 23. November 2026 | 18 Uhr | Stube des BGV im Historischen Kaufhaus am Münsterplatz
Urkundenfälschungen im Mittelalter – unter besonderer Berücksichtigung der Urkunden des Klosters St. TrudpertVortrag von Dr. Andre Gutmann
Fälschungen sind bis heute ein zeitloses Phänomen. Das Mittelalter gilt jedoch als das Zeitalter der Fälschungen schlechthin. Gerade im Bereich der urkundlichen Überlieferung sieht sich die Forschung bemerkenswert häufig damit konfrontiert. Anhand von Beispielen vom Oberrheingebiet, vor allem aus den Beständen des Klosters St. Trudpert, beschäftigt sich der Vortrag mit derartigen Fälschungen, ihren verschiedenen Formen, den Möglichkeiten ihrer Erkennung und dem Erkenntniswert, den sie – trotz ihres Fälschungscharakters
– als historische Quellen bieten.
Teilnahme frei! Anmeldung bei der Geschäftsstelle des BGV wird empfohlen unter: info@breisgau-geschichtsverein.de
Eine Veranstaltung des Breisgau-Geschichtsvereins Schau-ins-Land in Kooperation mit dem Alemannischen Institut Freiburg e.V.
Mo | 30. November 2026 | 18 Uhr | Ort: Bürgersaal, Schloss Ebringen (Schlossplatz 1, Ebringen)
Der St. Galler Mönch und Fürstabt Pankraz Vorster in Ebringen rund um die Zeitenwende von 1800Vortrag von Peter Erhart, Leiter des Stiftsarchivs St. Gallen
Der 1753 in Neapel als Sohn eines aus dem St. Gallischen Wil stammenden Söldners und einer italienischen Adeligen geborene Pankraz Vorster entwickelte sich nach seinem frühen Eintritt in das berühmte Benediktinerkloster St. Gallen zu einem der bedeutendsten Berater von Fürstabt Beda Angehrn. Aufgrund seiner lauten Kritik am Finanzgebaren seines Abts, wurde er gemeinsam mit zwei Mitbrüdern nach Ebringen ins Exil geschickt, wo er sieben Jahre als Unterstatthalter wirkte. Erst als Beda Angehrn 1796 im Sterben lag, kehrte er zurück und wurde zu dessen Nachfolger gewählt. Bereits 1799 musste er St. Gallen für immer verlassen, um sich fortan vergeblich für die Rettung seines Klosters einzusetzen. Einer seiner wichtigsten Fixpunkte während seiner wechselnden Aufenthaltsorte blieb das Schloss Ebringen, wo er stets herzlich empfangen wurde. Der Vortrag beleuchtet die engen Beziehungen zwischen Vorderösterreich und der Fürstabtei St. Gallen rund um die Zeitenwende von 1800.
Teilnahme frei!
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Eine Veranstaltung des Alemannischen Instituts Freiburg e.V. in Kooperation mit dem Breisgau-Geschichtsverein Schau-ins-Land
Di | 01. Dezember 2026 | 19 Uhr | Ort: Stubenhaus, Peter-Huchel-Saal, Hauptstr. 56C, 79219 Staufen
Von Afrika nach Südwestdeutschland – zur Urgeschichte der MobilitätVortrag von Dr. Martin Mainberger
Archäologische, paläoontologische und paläogenetische Beobachtungen lassen erkennen, dass die Ursprünge der Menschheit mit ständiger Bewegung verbunden sind. Die erste Auswanderung aus Afrika vor zwei Millionen Jahren steht ebenso wie die Wege in die Kältesteppen der Nordhalbkugel mit einer hochmobilen Jagd- und Sammelwirtschaft in Zusammenhang. Spätere Migrationen sind mit dem Vorrücken der ersten Bauern in unseren Raum zu fassen. Transportgeräte und die Nutzung von Zug- und Tragkraft der Haustiere wurden erfunden. Schon in der Steinzeit entstanden Tausende von Kilometer überspannende Fernhandelssysteme aus Land- und Wasserwegen. Wie archäologische Zeugnisse aus allen Zeiträumen belegen, wurde die Landschaft zwischen Burgundischer Pforte und Kaiserstuhl von diesen Vorgängen immer wieder berührt.
Dr. Martin Mainberger ist Prähistoriker und Unterwasserarchäologe. Er hat mit seinem in Staufen i.Br. ansässigen Fachbetrieb zahlreiche Geländeuntersuchungen im In- und Ausland durchgeführt.
Ort: Stubenhaus, Peter-Huchel-Saal, Hauptstr. 56C, 79219 Staufen
Teilnahme frei, aber Spenden willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Mo | 07. Dezember 2026 | 18 Uhr | Stube des BGV im Historischen Kaufhaus am Münsterplatz
Constantin Fehrenbach – Vom Freiburger Anwalt und Kommunalpolitiker zum ReichskanzlerVortrag von Dr. Michael Kitzing
„Ein Mann der glänzendsten Beredsamkeit“, der es verstanden habe, große Fragen unter staatsmännischem Gesichtspunkt abzuwägen sowie Kompromisse und Wege zur Klärung zu finden. Mit diesen Worten würdigte das Hauptorgan der Badischen Zentrumspartei Constantin Fehrenbach anlässlich seines Todes am 26. März 1926.
Über vierzig Jahre prägte Fehrenbach als Abgeordneter, Parlamentspräsident und Reichskanzler die badische Politik wie auch die Politik des Reiches. Bekannt wurde er als Anwalt der Bevölkerung Elsass-Lothringens sowie durch sein Eintreten für den Vorrang der zivilen vor der militärischen Gewalt in der Zabern-Affäre 1913.
1918/1919 gehörte er zu den zentralen Persönlichkeiten des Umbruchs. 1920 übernahm er das dornenvolle Amt des Reichskanzlers und verhandelte die Umsetzung des Versailler Vertrages mit den Entente-Mächten.
Der Vortrag würdigt Fehrenbachs Wirken zwischen Wilhelminismus und früher Weimarer Republik – gleichermaßen mit Fokus auf Freiburg, Baden und die Reichsebene.
Teilnahme frei! Anmeldung bei der Geschäftsstelle des BGV wird empfohlen unter: info@breisgau-geschichtsverein.de
Do | 10. Dezember 2026 | 18.00 Uhr | Ort: Parlersaal des Münsterbauvereins (2. OG), Schoferstraße 4, 79098 Freiburg
Buchvorstellung: Auf Jahr und Tag. Orte im frühneuzeitlichen FreiburgBuchvorstellung mit Dr. Mona Djabbarpour, Dr. Heinz Krieg, Dr. R. Johanna Regnath, Stephanie Zumbrink M. A.
In Zusammenarbeit mit dem Historischen Seminar der Universität Freiburg, Abteilung Landesgeschichte, dem Alemannischen Institut Freiburg e.V., dem Landesverein Badische Heimat e. V., dem Münsterbauverein Freiburg e. V. und dem Stadtarchiv Freiburg.
Mi | 27. Januar 2027 | 19.30 Uhr | Ort: Kaisersaal des Historischen Kaufhauses, Münsterplatz Freiburg
Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz (27. Januar 1945)Mitglieder des Breisgau-Geschichtsvereins sind herzlich zum Besuch der alljährlich von der Stadt Freiburg gemeinsam mit einem großen Mitveranstalterkreis durchgeführten Veranstaltung eingeladen.
Teilnahme frei! Voranmeldung unbedingt erforderlich.
Ab Januar 2027 finden Sie hier weitere Informationen (Thema, Redebeiträge etc.) und Voranmeldung für die Teilnahme.
Do | 28. Januar 2027 | 19.30 Uhr | Ort: Martinsheim, Auf dem Rempart 12a, 79219 Staufen
Die katholische Kirchengemeinde St. Martin in Staufen im NationalsozialismusVortrag von Dr. Franz Wiesler
In der Zeit von 1933 bis 1945 fanden sich auch in Staufen alle Schattierungen des Umgangs mit dem Nationalsozialismus. Einblicke in die politische, schulische und kirchliche Situation in Staufen finden sich in vielen schriftlichen Dokumenten des damaligen Stadtpfarrers Wilhelm Weitzel. Zusätzlich zur Bekämpfung der traditionellen Ausübung des Glaubens in der Kirchengemeinde durch die politischen Machthaber, war Weitzel selbst schweren Repressionen ausgesetzt. Für den Vortrag werden schriftliche Dokumente und Aussagen von Zeitzeugen ausgewertet und in den Zusammenhang mit der Situation der katholischen Kirche in Deutschland im Nationalsozialismus gestellt. Der Referent Franz Wiesler ist Agrarwissenschaftler und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Orts- und Kirchengeschichte von Staufen. Der Vortrag wird als Gemeinschaftsveranstaltung mit der Erwachsenenbildung St. Martin der Katholischen Kirchengemeinde Breisgau – Markgräflerland angeboten.
Ort: Martinsheim, Auf dem Rempart 12a, 79219 Staufen
Teilnahme frei, aber Spenden willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Eine Gemeinschaftsveranstaltung des Breisgau-Geschichtsverein Schau-ins-Land mit der Erwachsenenbildung St. Martin der Katholischen Kirchengemeinde Breisgau – Markgräflerland
Do | 28. Januar 2027 | 19 Uhr | Ort: Stubenhaus, Peter-Huchel-Saal, Hauptstr. 56C, 79219 Staufen
Im Spannungsfeld von Landnutzung und Vielfalt – eine Reise durch die Geschichte der KulturlandschaftVortrag von Prof. Dr. Werner Konold
Kulturlandschaft ist physisch greifbare Geschichte. Im besten Fall sind mehrere, ja viele Zeitschichten ablesbar – Spuren des Wirtschaftens, Nutzens und Übernutzens und des Gestaltens. Man kann vielfach noch funktionale Zusammenhänge zwischen verschiedenen Landschaftselementen – Raine, Rücken, Riegel, Hecken und vieles andere mehr – erkennen. Es entstand über die Jahrhunderte eine kleinflächige Raum-Zeit-Dynamik. Durch menschliches Einwirken wurde die Biodiversität erhöht und räumlich neu sortiert, und zwar bezogen auf alle Komponenten der biologischen Vielfalt: die genetische Ebene, die der Arten, Lebensgemeinschaften und deren Struktur und auf Landschaften. Der Vortrag versucht, mit vielen Bildern einen Überblick über die Prozesse der Landschaftsentwicklung und die Triebkräfte, die dahinterstanden, zu geben; das Ganze ergänzt um aktuelle und Zukunftsaspekte.
Prof. Dr. Werner Konold war langjähriger Inhaber des Lehrstuhls für Landespflege an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Einer seiner Forschungsschwerpunkte ist die Geschichte und Ökologie der Kulturlandschaft. Er ist u.a. Mitglied des Vorstands des Alemannischen Instituts in Freiburg sowie Vorsitzender der Naturforschenden Gesellschaft zu Freiburg im Breisgau.
Ort: Stubenhaus, Peter-Huchel-Saal, Hauptstr. 56C, 79219 Staufen
Teilnahme frei, aber Spenden willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
